fruchtlexikon

Agavendicksaft

Agavendicksaft, natürlich ist er süß

Agavendicksaft

Was ist das?

Lassen wir erstmal das „Dicksaft" weg und beschäftigen uns kurz mit der Agave. Die Gute ist wie der Lou Bega der Pflanzenwelt, ein echtes One-Hit-Wonder! Mambooo No. 5!!! Sie blüht nämlich nur einmal im Leben und oft dauert es Jahrzehnte bis dies passiert. Und wenn sie dann blüht, sehen die gelben Blüten wie Seeanemonen aus – dieses Korallenzeug aus dem Meer – und das, obwohl Agaven nur in Wüsten-Regionen wachsen. Abgesehen von den Blüten passen sie da aber auch gut hin: Die Pflanze hat nämlich Ähnlichkeiten mit Kakteen: dunkel grüne, dicke, längliche Blätter und an der Spitze ist eine kleine Dorne. Soweit so gut. Für den Dicksaft muss man an den Pflanzensaft der Agave kommen. Hierzu wird kurz vor der Blüte der Kern der Pflanze entfernt. Dadurch entsteht ein 12cm Loch (zur Einordnung: Das ist die Größe eines deutschen Durchschnitts-Penises). Anders als beim Geschlechtsteil, tropfen da dann für mehr als 6 Monate täglich bis zu 1,5 Liter süßer Agavensaft raus. Dieser Saft wird dann eingekocht, bis er dick wird. Jetzt hat er seinen Namen, Agavendicksaft, auch verdient.

Was ist drin?

In diesem Teil können wir eigentlich „prahlen“, wie viele Vitamine, Nährstoffe (und was es sonst noch so gibt) in den einzelnen Früchten stecken! Der Agavendicksaft macht uns hier einen Strich durch die Rechnung und wir sind ehrlich: Es ist und bleibt ein Süßungsmittel, wenn auch ein natürliches. Er besteht in erster Linie aus Fructose (Fruchtzucker) und Glucose (Traubenzucker), Das wars schon, genug Bio für heute, das Nachsitzen ist beendet.

Und sonst so?

Die Agave polarisiert gern, z.B. ist sie der Hauptbestandteil eines Schnapess, an dem sich die Geister scheiden. Der Tequila ist für die einen das Urlaubsfeeling mit Salz und Zitrone, für die anderen der Endgegner im Shotglas. Der Agaven-Brand stammt ursprünglich aus Mexico und verdankt seinen Namen der Mexikanischen Stadt Tequila.